FREIE BÜRGER OBERHACHING

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Straßenraumgestaltung / Bahnhofstr.

 

 

Vorbildliche, großzügige Straßenraumgestaltung in Beilngries mit naturhaften Kunststeinplatten aus der Oberpflalz

 

Auf Antrag der Freien Bürger hatte der Bauauschuß schon im Jahre 2002 einstimmig beschloßen, den Straßenraum der Unteren Bahnhofstraße mit den angrenzenden Straßen einem Ausbau und einer Neugestaltung zuzuführen.

 

Bereits vor längerer Zeit hatte der Gemeinderat von Oberhaching eine Besichtigung der Verkehrsraumgestaltung in Aichach durchgeführt. Später wurden dann die Gestaltungen in Landau an der Isar und Deggendorf besucht. Die dortigen Planungen zeigten, dass gute Verkehrsraumgestaltung erfordert, einheitliche Materialien für die gesamte Fläche zu verwenden, um einen großzügigen, sogar platzartigen Eindruck zu gewinnen. Die dort verwendeten teuren Granitsteine fanden allerdings nicht Anklang im Oberhachinger Rathaus.

 

Hervorragende Straßenraumgestaltung wurde dann noch in Weyarn, in Schliersee, in Beilngries sowie in Buch am Erlbach entdeckt. Die dort verwendeten Materialien aus naturhaftem Kunststein wurden dem Bauauschuß und dem Gemeinderat bemustert und vorgelegt. Leider fand diese schönere und im Ergebnis sogar preiswertere Lösung im Rathaus ebenfalls keinen Anklang!

 

Vorbildliche Straßenraumgestaltung aus farblich getönten Granitsteinen in Buch am Erlbach

 

So wurde in Oberhaching leider eine weniger attraktive Asphaltfahrbahn erstellt. Die Gehwege bestehen aus städtischen sogenannten "Münchner Betonplatten" mit Kleinstein.

 

Lesen Sie hierzu den Leserbrief von Dr. Hofmann aus dem MM vom 03.05.2010 zum Thema "Betonplatten sind nicht der Weisheit letzter Schluss"

 

 

 
Auf diesem Bild sehen Sie den ursprünglichen Zustand der Unteren Bahnhofstrasse mit markantem Baumbestand (Ahorne). Leider musste dieser gesamte Baumbestand einer Baustrasse weichen.
 
 
 
Auf diesem Bild sehen Sie den Blick von der Oberen auf die Untere Bahnhofstrasse vor dem Umbau. Eindeutig zu erkennen ist der ortsbildprägende markante Ahorn im Vordergrund, der ebenfalls der Baumassnahme geopfert wurde, obwohl dies bei intelligenter Planung hätte vermieden werden können.
 
Mit nachfolgendem Antrag versuchte Gemeinderat Dr. Hofmann, diese Fehlplanungen noch zu verhindern:
 
Sitzung des Bau- und Werkaussschusses vom 21.4.09, 18.45
 
TOP 1 : Ortsmitte Deisenhofen – 1. Bauabschnitt, Bemusterung für 
               Straßenausstattung
 
Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
Sehr geehrte Gemeinderatskolleginnen und –kollegen!
 
Die Planungs- und Gestaltungsfehler des 1. Bauabschnitts der Unteren Bahnhofstraße dürfen sich beim 2. Bauabschnitt nicht wiederholen. Wir stellen daher den
 
 A n t r a g ,
vor Vergabe von Aufträgen für Granitsteine und Asphalt die Planungsfehler des 1. Bauabschnitts zu diskutieren. Dabei handelt es sich insb. um folgende Gesichtspunkte:
 
-   Mischbelag aus städtischen Betonplatten („Münchner Platten“) und Kleinstein
 
-   Überflüssige und gefahrenträchtige Randsteine
 
-   Vielfach bemängelte fehlende Aufenthaltsqualität (fehlende Sitz- und  
    Aufenthaltsmöglichkeiten) im öffentlichen Straßenraum
 
-   Fremdländische Gehölze (Gleditschien).
 
Der Gedanke einer Neugestaltung der Ortsmitte wurde aufgrund der Gesamtkonzeption und der verschiedenen Details gründlich verfehlt. Entstanden ist hier lediglich der Neubau eines sterilen Parkplatzes. Mit den hohen investierten Finanzmitteln könnten kreativere Lösungen verwirklicht werden.
 
Eine attraktive Gestaltung des öffentlichen Straßenraums ist die Grundvoraussetzung für eine Ortsmittenbelebung. Die Rücksichtslosigkeit im Umgang mit vorhandenem einheimischem Baumbestand darf sich nicht wiederholen!
 
Dr. Karl Hofmann
 

Leider wurde auch dieser Antrag mit großer Merhheit im Bauauschuß abgelehnt!

-Die Fehlplanung nahm daraufhin ihren Lauf:

 

Allein schon der Kahlschlag der Ahörne in der Unteren Bahnhofstrasse hat erhebliche Bürgerproteste nach sich gezogen. Das dann auch noch ausgerechnet fremdländliche Gehölze, nämlich sog. Gleditschien angepflanzt wurden, fand beim Bürger wenig Resonanz, zumal ihm verboten ist, fremdländliche Gehölze privat zu pflanzen.

 

Anbei eine Eingabe von 3 engagierten Bürgerinnen zu diesen Thema:

 

An den Gemeinderat von Oberhaching
"Baumbestand in der Unteren Bahnhofstraße"
 
Sehr geehrte Damen und Herren!
 
Die Neugestaltung der Unteren Bahnhofstraße in Deisenhofen wurde mit großen Worten angekündigt. Leider bietet die weitgehend abgeschlossene Maßnahme ein trostloses Bild:
 
Der bodenständige Baumbestand wurde einer bequemen Bauabwicklung (Baustraße) geopfert. Neu angepflanzt wurden dünne Spargel, sog.Gleditschien oder Lederhülsenbäume, welche den fremdländischen Gehölzen zuzuordnen sind. Der Asphalt und die städtischen Münchner Betonplatten verleihen dem Ortsteil ein steriles, städtisches Aussehen. Die Stolperschwellen als Abgrenzung der Parkplätze sind eine Gefahr für behinderte und nicht behinderte Fußgänger.
 
Wie wir aus zuverlässiger Quelle erfahren, sollen demnächst zu allem Überfluss auch noch die beiden letzten bodenständigen Bäume an der Einmündung der Tisin- in die Bahnhofstraße abgehackt werden. Hierfür gibt es keinen vernünftigen Grund! Der derzeit bestehende Zustand ist schlimm genug.
 
Wir protestieren gegen einen weiteren Kahlschlag und fordern den Gemeinderat auf, die beiden letzten bodenständigen Bäume in der Unteren Bahnhofstraße zu erhalten.
 

Inge Kriz,  Martina Riepold,  Dr. Martha Über

 

SZ / Lks 03./04.01.2009 "Gleditschie erregt Unmut" (Kommentar) und SZ / Lks 02.03.09 "Von Aufwertung nichts zu sehen" (Leserbrief von Martina Riepold)

 

Bürgermeister Stefan Schelle erklärt "Gleditschie" zum Baum des Jahres (Kyberg Nachrichten vom Februar 2009)

 

 

Dieses Bild zeigt den Zustand nach dem ersten Kahlschlag in der Unteren Bahnhofstrasse. Der Ahorn an der Ecke zum Laden "Rossmann" hat erfreulicherweise diesen ersten Handstreich überstanden. Auch er fiel weiteren Holzfällern zum Opfer, weil der Bauauschuß den interfraktionellen Antrag auf Erhalt dieses Baumes mehrheitlich abgelehnt hatte. (siehe Antrag in PDF - Format) Obwohl die Planung an dieser Stelle einen neuen Baum vorsieht, wurde hier einfach zugepflastert. 

 

Es ist ganz offensichtlich, dass die gesamte Planung an der Bequemlichkeit der Bauausführung orientiert ist! -Dabei spielen offenbar auch Kostengesichtspunkte keine Rolle.

   

Im folgenden noch ein weiterer Aufruf von Frau Inge Kriz an die Bürger:

 

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger von Deisenhofen und Oberhaching
Jedem, der jetzt unser Einkaufszentrum von Deisenhofen Bahnhofstraße/Tisinstrasse sieht und noch ein wenig Herz und Kulturempfinden hat, müsste das blanke Entsetzen packen. Denn das ganze sieht wie ein besserer Parkplatz aus. Auch hat die Gemeinde Bäume pflanzen lassen, wo man sich fragen muss, leben unsere Gemeinderäte auf einem anderen Stern oder gehen Sie gar nicht mehr zum Einkaufen.
Es wurden amerikanische Bäume gepflanzt, die sich in unsere Insekten und Vogelwelt überhaupt nicht einfügen lassen. Es handelt sich um Gleditsia tria    conthos   auf Deutsch Gleditschie, Lederhülsenbaum Falscher Christus Dorn. Seine Blätter sind giftig. Er wird ca 25 m hoch und hat ca. 30cm große Blätter. Er passt also überhaupt nicht nach Oberhaching. Denn Oberhaching soll ländlich und urig bleiben, dafür sind wir bekannt. Jeder der nach Oberhaching kommt freut sich, noch eine halbwegs urwüchsige Gemeinde vorzufinden. Das soll nun Zug um Zug beseitigt werden. Sogar die letzten einheimischen Bäume Ecke Bahnhofstr./Tisinstr. Bei Rossmann und Ziegler sollen beseitigt werden.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger meldet Euch bei unseren Gemeinderäten über das Telefon 089 61377125 und fordert, dass wieder ein Spitzahorn, Spitz- oder Kugelform gepflanzt wird und die beiden Bäume stehen bleiben dürfen. Jeder, der letztes Jahr 2007 noch die wunderschöne Weihnachtsstimmung mit den Spitzahornen genossen hat, erinnert sich, dass die Bäume auch im Sommer liebenswert aussahen und sie waren für unsere Insekten und Vogelwelt ein trautes Heim.
 
 
Die Ausführung der Unteren Bahnhofstraße, die im Jahre 2008 eingeleitet wurde, stellt auch eine technische Fehlplanung dar:
1) Die durchgehend nur 2 cm hohen Randsteine, haben keine verkehrslenkende Wirkung
 
2) Die 10 cm hohen Stolperschwellen vor dem Laden "Rossmann" entpuppten sich als Hax´nbrecher; sie mussten auf 2 cm gekürzt werden.
 
 
 
3) Die sterile Ausführung der Gesamtplanung führte zu dem Wunsch nach einer Möblierung der Bahnhofstraße. Die zwischenzeitlich aufgestellten Pflanztröge waren auch als Ersatz für Poller gedacht, um das Befahren des Gehweges zu verhindern. Leider sind diese gestalterisch mißglückt (viel zu hoch und falsch bepflanzt).
 
4) Die teppichartigen städtischen Betonplatten erwecken beim Verkehrsteilnehmen den Eindruck eines Parkplatzes:
 
 
Solche Verwechslungen passieren sogar heute noch, obwohl zwischenzeitlich Parkverbote aufgestellt sind, die bei einer guten Verkehrsplanung völlig überflüssig sind!